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Den Stellenwert weiter ausbauen

 

Egon Heberger, Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz seit 2004

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und dem Vorstand der Akademie und hoffe, dass wir künftig den Stellenwert der Sport-Akademie Trier noch weiter ausbauen können."

MAINZ. Die Würfel sind gefallen, das neue Präsidium des Landessportbundes steht fest – und besteht weiterhin aus neun Mitgliedern. Denn sowohl der Satzungsantrag der Sportbünde mit einem geschäftsführenden Präsidium an der Spitze als auch der Antrag des alten LSB-Präsidiums (beide sahen eine Erweiterung auf 11 Mitglieder vor) erzielte nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Damit behält die derzeitige Fassung Gültigkeit. Die Satzungsdiskussion war eine der zentralen Punkte der fünfeinhalbstündigen Versammlung. Genauso wie die anschließenden Wahlen, allen voran die des neuen LSB-Präsidenten.

Das bei der Mitgliederversammlung am 15. Mai 2004 gewählte Präsidium: Herbert W. Hofmann, Thomas Wansch, Dieter Noppenberger, Egon Heberger, Lothar Westram, Hermann Höfer, Werner Hölzer und Günter Berg. Es fehlen Ellen Wessinghage (Frau im Sport) und Ulrich Klaus (Leistungssport).

Prof. Dr. Rüdiger Sterzenbach hatte bereits im Herbst 2003 angekündigt, sich nicht wieder zur Wahl zu stellen. Er wurde mit großem Applaus verabschiedet und gleich von mehreren Seiten für seine Verdienste in den vergangenen sieben Jahren gewürdigt. „Er hatte es nicht immer einfach. Er hat es aber auch vielen anderen – und das ist das Schicksal derer, die an der Spitze stehen – nicht ganz einfach gemacht“, sagte Sportminister Walter Zuber zu Beginn der Versammlung. Sterzenbach habe stets für eine offene, ehrliche und auch in schwierigen Zeiten vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Landesregierung gestanden. Ihm sei vor allem dafür zu danken, dass er nach einer sehr schwierigen Zeit im rheinland-pfälzischen Sport im Januar 1997 das Steuer des Landessportbundes übernommen und beharrlich und solide einer besseren Zukunft entgegengesteuert habe. Der Minister zeichnete den scheidenden Präsidenten „als Dank für seine großen Verdienste um den rheinland-pfälzischen Sport“ mit dem Sportobelisken aus, der höchsten Auszeichnung, die er als Minister vergibt. Den Glückwünschen schlossen sich im Namen der Mitgliederversammlung Bernhard Schwank, neuer Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und ehemaliger Vorsitzender des LSB-Landesausschusses Leistungssport, sowie der Vorsitzende der Sportjugend Rheinland-Pfalz, Werner Hölzer, an.

Sterzenbachs Nachfolge-Kandidaten hießen Egon Heberger und Monika Sauer. Am Ende entfielen von 323 Stimmen 201 auf Heberger, 122 auf Monika Sauer. „Ich bedanke mich für den fairen Wahlkampf“, stellte der neue Präsident heraus und überreichte seiner Konkurrentin einen Blumenstrauß. Im gleichen Atemzug beschwor er alle Anwesenden, gemeinsam für die Zukunft des rheinland-pfälzischen Sports einzustehen. „Wir können die kommenden Aufgaben nur als Einheit bewältigen“, unterstrich Heberger.

In den kommenden vier Jahren wird Heberger - nebenbei auch Präsident der Sporthilfe Rheinland-Pfalz/Saarland - die Geschicke des rheinland-pfälzischen Sports mit „geborenen“ und gewählten Mitgliedern lenken. „Geborene Mitglieder“ sind die drei Präsidenten der Sportbünde Rheinland (Hermann Höfer), Pfalz (Dieter Noppenberger) und Rheinhessen (Herbert W. Hofmann) sowie der Vorsitzende der Sportjugend, Werner Hölzer. Schatzmeister bleibt der Pfälzer Thomas Wansch. Er setzte sich mit 215:93-Stimmen gegen Walter Desch (u.a. Präsident des Fußballverbandes Rheinland) durch. Für den Leistungssport sitzt künftig Ulrich Klaus aus Waldesch bei Koblenz (Präsident des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz) im höchsten Gremium des rheinland-pfälzischen Sports. Er erhielt neun Stimmen (147) mehr als Dr. Ulrich Becker (138, Schulleiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Kaiserslautern). Bleiben noch zwei Positionen: Um die Bereiche Grundsatzfragen, Aus- und Fortbildung, Breiten, Freizeit- und Gesundheitssport sowie Schulsport kümmert sich jetzt Günter Berg aus Koblenz (Vorsitzender des LSB-Bildungswerkes), der genauso einstimmig und ohne Gegenkandidaten gewählt wurde wie Ellen Wessinghage für das Ressort „Frau im Sport“.

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