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Die
Preisträger des Fair-im-Sport-Preises 2000
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Plätze 1-3
Zum dritten Mal seit Bestehen des Fair im Sport Preises
hat sich die Jury entschlossen drei Vorschläge gemeinsam mit dem
ersten Preis auszuzeichnen.
Jeder der Preise ist mit 2000,-DM dotiert!
Den "Fair im Sport" Preis 2000 erhalten gemeinsam:
Kreisverwaltung Altenkirchen
/ Jugendamt / Herr Franz Weiss, Bernd Kohnen
Das Jugendamt der Kreisverwaltung Altenkirchen erhält den "Fair
im Sport Preis" für die Organisation der sogenannten "Lange
Sportnächte", die das Ziel verfolgen, einen Begegnungsraum für
Aussiedlerjugendliche und einheimische Jugendliche zu schaffen. Bis heute
wurden schon acht derartige Veranstaltungen durchgeführt.
600 teilnehmende Sportler und Sportlerinnen und mehr als 1000 Zuschauer
bei den seit 1998 organisierten Sport- und begegnungsveranstaltungen sind
Beleg für eine gelungene Konzeption. Junge Menschen unterschiedlicher
kulturellen und religiösen Hintergründe werden durch Sport zusammengeführt,
Spannungen und Vorurteile werden abgebaut.
Viel Spaß und untereinander faires und verständnisvolles Verhalten
heißt es in den von verschiedenen Organisationen durchgeführten
langen Sportnächten in Altenkirchen bei Basketball, Volleyball etc.
Stefan Zunker (E-Jugend-Fußballer) und
Rudi Steines (Trainer)
Stefan Zunker und Rudi Steines erhalten den Fair
im Sport Preis für faires Verhalten im Spiel TSC Pfalzel gegen Welschbillig.
Im Spiel der E- Junioren des TSC Pfalzel gegen Welschbillig stand es in
der letzten Spielminute noch 0:0, als ein Spieler von Welschbillig aufs
Tor schoss. Der Ball prallte aus dem Tor, von der hinteren Torstange direkt
ins Feld zurück, so dass der Schiedsrichter, aus dessen Sicht der
Ball den Pfosten getroffen hatte, das Spiel weiterlaufen ließ. Nur
Sekunden später pfiff er das Spiel ab. Die Aktion war offenbar so
schnell gegangen, dass sie keiner richtig gesehen hatte, denn weder von
Spielern noch von Betreuern gab es Proteste.
Nur Stefan Zunker, Torhüter des TSC Pfalzel, hatte es genau gesehen.
Schnurstracks ging er zu seinem Trainer Rudi Steines und berichtete ihm,
dass der Ball einwandfrei im Tor gewesen sei und seine Mannschaft damit
mit 0:1 verloren habe. Die Spielwertung 0:0 fand der junge Stefan einfach
nicht gerecht. Das sah auch Pfalzels Trainer so. Gemeinsam gingen beide
zur Spielleitung und veranlassten, dass das Spiel 1:0 für Welschbillig
gewertet wurde.
Cati Glowka
Die 19jährige Schülersprecherin vom Cusanus
Gymnasium Wittlich erhält den Fair im Sport Preis für ihr Engagement
in der Aktion "Go for Ruanda". "Cati macht Tausende mobil"
titelte der TV am 28.09.2000 in einem Artikel zum Engagement der Schülerin
der 13. Klasse. Sie organisierte Solidaritätsmärsche "Go
for Ruanda" und eine Spendensumme von rund 100000,- DM kamen im Jahr
2000 zusammen. Sie fuhr von Schule zu Schule und beschrieb das Projekt.
Zunächst hatte sie es sehr schwer ernst genommen zu werden. Sie jedoch
stellte sich fest hinter ihre Idee, die Schulen in der Region für
die Aktion zugunsten des rheinland-pfälzischen Partnerlandes zu gewinnen.
Letztendlich wurde es ein Riesenerfolg der einen großen Teil zu
den landesweit über 500.000 "erlaufenen" Mark beitrug.
Auch hier wurde durch den Sport wieder großartiges "bewegt".
Und der Sport bringt auch denen etwas, die sich für andere einsetzen.
Zitat Cati Glowka: "Ich fand es einfach toll, was Sinnvolles zu machen,
etwas womit man helfen kann. Ich hab´s gern gemacht, egal wieviel
Stress es war."
Plätze 4 - 12
Die Basketballabteilung
der DJK/ MJC Trier
Die Basketballabteilung der DJK/ MJC Trier erhält
den "Fair im Sport Preis" für die Organisation eines "Basketball
- Mitternachtsevents". Unter dem "Leitmotiv Fair Play"
organisierte die Basketballabteilung der DJK/ MJC Trier zusammen mit dem
Arbeitskreis "Gewaltprävention" und das Polizeipräsidium,
Trier ein "Basketball - Mitternachtsevent" für jugendliche
"Streetballer".
Zahlreiche Teilnehmer kamen dabei nicht aus dem organisierten Vereinssport.
Es wurde von der Turnierleitung kein "Schiedsgericht" gestellt.
Die Mannschaften selbst sorgten für die Einhaltung von vorher vereinbarten
Regeln. Der "Respekt" der Spieler untereinander war erstaunlich
groß und der Fair Play Gedanke stand immer im Vordergrund.
Mehr als 150 Jugendliche "begegneten" sich in der Halle und
gestalteten "Ihren Freitagabend" sinnvoll. Die Aktion sollte
zu einer festen Einrichtung unter dem Motto "My Way - Fair Play"
werden!
Der Jugendring Trier - Land
Der Jugendring Trier - Land, das Polizeipräsidium
Trier und die Basketballfreunde Kordel erhalten den "Fair im Sport
Preis" für die Organisation eines "Basketball - Mitternachtsevents".
Eine weitere Basketball - Mitternachtsveranstaltung für jugendliche
"Streetballer" organisierten der Jugendring Trier - Land und
die Basketballfreunde Kordel. Auch dies geschah mit dem Arbeitskreis "Gewaltprävention"
und dem Polizeipräsidium, Trier. Der Schirmherr der Veranstaltung,
der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier Land, Bernhard Kaster,
war positiv von der Resonanz dieser Sportveranstaltung überrascht.
Auf die frage der Jugendlichen, ob man so etwas öfter machen kann,
antwortete er: "Wir haben die Hallen, und ich werde mich dafür
einsetzen, dass diese für mehr Veranstaltungen dieser Art im Jahr
zur Verfügung gestellt werden."
Damit hatte auch diese Veranstaltung mehrere Gewinner:
Das Motto "My Way - Fair Play" und die teilnehmenden Jugendlichen.
Frauenspielgemeinschaft Schweich-Issel
Die Frauenspielgemeinschaft Schweich-Issel erhält
den "Fair im Sport Preis" für die Organisation eines bundesweiten
Fußballturniers für Frauen und Mädchen in Schweich.
Vom 23. bis 25. Juni 2000 war die Stadt ein "Muss" für
alle Fußballdamen- und mädchen. Zu diesem riesigen Fußballfest
56 Mannschaften und Schweich wurde zum "Mekka" des Frauenfußballs.
Fast 800 Sportlerinnen nahmen teil und erlebten tolle "faire"
Tage rund ums schwarzweiße Leder.
Als krönenden Abschluss der Veranstaltung absolvierten die Teilnehmer
einen mit hunderten von Kerzen beleuchteten Rundkurs. Bei diesem Solidaritätslauf
wurden 2200 DM "erlaufen". Insgesamt veranstaltete die MSG/
FSG schon 3 Solidaritätsläufe und sammelte somit schon 11000
DM für den Verein Notruf und die Indien- Hilfe.
Rund um das Turnier gab es ein prall gefülltes Rahmenprogramm mit
verschiedenen sportlichen Möglichkeiten, Gesprächsrunden und
Stadtbesichtigungen.
Fair und fröhlich war die Grundstimmung dieser Veranstaltung.
Lauf- und Walkingfreunde Mertesdorf
Erhalten den "Fair im Sport Preis" für
ihr Engagement als Sportgruppe für Behinderte.
Sie veranstalteten ein Benefiz-Sommerfest mit buntem Programm und "erwirtschafteten"
6000,-DM Gewinn. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Behinderten-
und Krankengottesdienst.
Der Erlös kam Erwin Körber, einem schwerbehinderten jungen Mann
aus Ruwer, zugute. 33 Jahre ist Erwin Körber alt und nach einem Autounfall
den Rest seines Lebens auf Hilfe angewiesen. Er muss zu Hause rund um
die Uhr betreut werden. Die Betreuung kann durch spezielle Geräte
wesentlich erleichtert und seine Lebensqualität und die seiner Eltern
deutlich erhöht werden. 4000 DM Erlös dienten dem Bau eines
Treppenlifts
Da der Erlös des Sommerfestes so unerwartet groß ausfiel, entschlossen
sich die Lauf- und Walkingfreunde, einer zweiten Familie zu helfen. Und
so gingen 2000 DM an Familie Emling in Gusterath. Mit diesem Geld soll
eine Braille-Maschine, eine Schreibmaschine in Blindenschrift, für
die sechsjährige Tochter Natalie angeschafft werden.
Achim Eberhard vom FSV Salmrohr
Achim Eberhard erhält den Fair im Sport Preis
für sein faires Verhalten im Oberliga-Spitzenspiel Salmrohr gegen
Eisbachtal. "Nach einer turbulenten Szene im Strafraum verletzte
sich der gegnerische Torwart. Die Sportfreunde hatten Ballbesitz, spielten
das Leder aber nicht ins Aus, das Spiel war nicht unterbrochen. Es folgte
ein Fehlpass, Eberhard hatte aus 35m die Möglichkeit, ins leere Tor
einzuschießen - schob den Ball jedoch ins Aus." Fair geht vor!
Nur vier Minuten nach Eberhards nobler Geste kam die gegnerische Mannschaft
zum Ausgleich. Sein Team verlor am Ende mit 2:3 das erste Spiel seit drei
Monaten. Damit endete für den FSV Salmrohr eine Serie von 15 Spielen
ohne Niederlage.
Der Fair Play Gedanke war aber an diesem Tage Gewinner!
Es folgen nun vier weitere Preisträger aus
dem Bereich der "Lebensläufe".
Allen ist großes Engagement für einen
guten Zweck gemeinsam. Gemeinsam ist auch die breite Basis der verschiedenen
Veranstaltungen. So arbeiteten Genehmigungsbehörden, Schulleitungen,
Lehrer, Elternvertreter, Verbands- und Vereinsvertreter, die Welthungerhilfe
und natürlich die Schüler und ihr entsprechendes Umfeld beispielhaft
zusammen.
Aktive Teilnehmer ließen sich von Verwandten, Bekannten oder Sponsoren
ihre sportlichen Aktivitäten sponsern und konnten so mit den erlaufenen
Spenden anderen Menschen helfen.
Die Grundschule Üxheim
Die Grundschule Üxheim erhält den "Fair
im Sport Preis" für ich Engagement in der Aktion "LebensLäufe"
2000. Sie schafften es mit 100 teilnehmenden Schülern, die meist
von ihren Eltern gesponsert wurden eine Spendensumme von 12.300 DM zu
"erlaufen".
Die Grundschule Gregor
von Pfalzel
Die Grundschule Pfalzel erhält den "Fair
im Sport Preis" für ich Engagement in der Aktion "LebensLäufe"
2000. Sie schafften es mit 123 teilnehmenden Schülern, die meist
von ihren Eltern gesponsert wurden eine Spendensumme von 10.000 DM zu
"erlaufen".
Die Kurfürst Balduin Realschule Wittlich
Die Kurfürst Balduin Realschule in
Wittlich erhält den "Fair im Sport Preis" für ihr
großes Engagement für die dritte Welt im Rahmen der Aktion
Lebensläufe der Deutschen Welthungerhilfe.
Sie schafften es mit 500 teilnehmenden Schülern, die meist von ihren
Eltern gesponsert wurden, eine Spendensumme von ca. 24.000 DM zu "erlaufen".
Christoph Müller
Christoph Müller erhält den "Fair
im Sport Preis" aus zwei Gründen: 1. Für sein Engagement
in der Aktion "LebensLäufe" 2000.
2. Für seine mehr als 35 jährige Tätigkeit für den
Sport, die vornehmlich den Jugendlichen galt. Er stimmte nie in den Chor
der Klagen über die Jugend ein, er schenkte den Jugendlichen insbesondere
Zeit. So entdeckte er z.B. auch das Talent eines Karl Fleschen, der dann
zu einem Weltkassesportler reifte. Nun zu
den Lebensläufen: Der Rentner aus Daun initiierte, koordinierte und
führte Buch über die Lebensläufe aller Dauner Schulen.
Er verwaltete ein Spendensumme von insgesamt mehr als 115.000 DM. Außerdem
beteiligte er sich selbst aktiv an den Läufen. Er fuhr von Schule
zu Schule und sammelte die "erlaufenen" Spenden. Allein an dem
von ihm koordinierten Lauf in Daun nahmen 2600 Schüler teil und erliefen
62.551,- DM. Sie nannten es die schönste Sportveranstaltung, die
sie je koordiniert hatten. Wir würden und freuen, wenn dieses Beispiel
eines kommunalen Schulsporttages Schule macht. Vielen Dank!
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