 |
|
Die
Preisträger des Fair-im-Sport-Preises 2001
|
 |
|
|
|
Für ihr Engagement bei den "Lebensläufen"
zugunsten der Welthungerhilfe erhalten Schüler des Max-Planck-Gymnasiums
von Sportdezernent Georg Bernarding (links) und Günter Albrecht
(Sport Simons/3. v. r.) einen von insgesamt zwölf "Fair
im Sport"-Preisen. Insgesamt beteiligten sich 700 Schüler,
die über 18.000 Mark Spenden "erliefen".
|
Trierischer Volksfreund, 28.01.2002
Spielend helfen, auf
Siege verzichten
Zwölf Einzelsportler und Einrichtungen
erhalten Fair-Play Preis der Sportakademie
Trier = sozial: Dieses Motto stand über
der Fair Play Preisverleihung der Trierer Sportakademie. Die ersten Preise
gingen an Einrichtungen, die sich um Integration von Behinderten, Suchtprävention
und für mehr Toleranz einsetzen. Und dies durch Sport.
Ob der Fußballer, der einen Elfmeter
"ablehnt" oder die Schulmannschaft , die keinen "geschenkten"
haben wollte - die Bandbreite des Fair Play war groß im Vorjahr.
Dies belegte die Fair-Play -Preisverleihung, die zum siebten Mal von der
Sportakademie und Sport Simons veranstaltet wurde. Der dreigeteilte erste
Preis, dotiert mit je 2000 Mark, ging an drei Einrichtungen aus der Eifel.
Der "Arbeitskreis" der hauptamtlichen Mitarbeiter der Häuser
der Jugend im Kreis Daun" wurde für die Aktion "Ein Ball
wird Konzept" ausgezeichnet. An fünf Standorten wurde 24 Stunden
am Stück Sport getrieben, ob Basketball. Fußball oder Volleyball.
Im Umfeld wurden die 600 Kinder und Jugendlichen zum Thema Suchtprävention
informiert. Daneben erhielt die Rheinische Schule für Körperbehinderte
in Euenheim den ersten Preis für ihr Engagement um Integration von
Behinderten und Nichtbehinderte. Unter anderem nahmen 150 Schüler
an der Aktion "Lebensläufe" teil., ein Fußballturnier
für Behinderte und Nichtbehinderte wurde organisiert und vier Körperbehinderte
bewältigten bei der "Fair Play Tour" per Rad eine Strecke
von 1000 Kilometern.
Gegen Ausländerfeindlichkeit, für mehr Toleranz - dies war das
Ziel der Aktion "Eifel Adventure", für die das Jugendhilfezentrum
Bernardshof Mayen einen ersten Preis erhielt. Teilnehmer aus vier Ländern
nahmen in mehreren Disziplinen wie Wasserfallklettern, Höhlenklettern
oder Mountainbiking teil und lernten so, gemeinsam mit Ausländern
Sport zu treiben und dabei in der Gruppe gewaltlos Konflikte zu lösen.
Die Preise vier bis zwölf (dotiert mit einem Warengutschein im Wert
von 1000 Mark) gingen an:
Grundschule Trier Feyen, Hauptschule Konz,
Max-Planck-Gymnasium Trier, (alle für Teilnahme an den Lebensläufen),
die Turnerriege TV Hermeskeil (langjähriges faires Verhalten bei
Wettkämpfen). Die Basketball-Schulmannschaft des Hindenburg Gymnasiums
Trier wurde dafür ausgezeichnet, dass sie keinen Sieg geschenkt haben
wollten. Obwohl sie am grünen Tisch gegen das Bitburger Gymnasium
gewonnen hatten, ließ sie das Spiel wiederholen - und verlor. Sportliche
Luxemburger Studenten an der Uni Trier wurden für ihr langjähriges
karitatives Engagement im Rahmen von Laufveranstaltungen geehrt. Schwimmer
Matthias Koch (SSV Trier) ließ eine "zu schnelle" Zeit
nach unten korrigieren , wodurch ihm ein Deutscher Rekord verloren ging.
Zudem wurden die Fußballer Stefan Theisen (SG Lambertsberg) und
Daniel Eggert (SV Aach) ausgezeichnet. Theisen hatte einen verletzten
Spieler vom Platz getragen und sich dabei ein Zerrung zugezogen, wegen
der er nicht weiterspielen konnte. Eggert hatte den Schiedsrichter informiert,
dass er einen Elfmeter zu Unrecht gegeben hatte.
Rathaus-Zeitung, 29.01.2002
Fair -Play-Preis statt deutscher Rekord
Matthias Koch schlägt
als erster an. Das bringt wichtige Punkte für den Schwimmsportverein
Trier beim Kampf um die Teilnahme an der deutschen Mannschaftsmeisterschaft.
Wie ist die Zeit? "Neun Minuten 30", rufen ihm seinen Vereinskameraden
zu, die selbst mitgestoppt haben. "Toll" denkt Koch, "das
wäre persönlich Bestleistung". Er will es genau wissen
und geht zu offiziellen Zeitabnahme: Dort werden 9:05,81 Minuten angezeigt
- deutscher Rekord über 800 Meter Freistil in der Altersklasse 35
bis 39. Jubel! Doch die große Diskrepanz zwischen den beiden Zeiten
gibt Koch zu denken. Nachdem seine Freunde ihm versichert haben, dass
sie richtig gestoppt haben, macht er das Schiedsgericht aufmerksam. Die
Zeitmessung wird überprüft, Kochs Endzeit schließlich
nach oben korrigiert. Seinen deutschen Rekord ist er damit gleich wieder
los.
Für seine Ehrlichkeit
bei einem Wettkampf in Bonn wurde Matthias Koch jetzt von der Europäischen
Akademie des rheinland-pfälzischen Sports mit dem "Fair im Sport"
Preis 2001 ausgezeichnet. Insgesamt zwölf Preisträger teilten
sich die von der Firma Sport Simons gestifteten Geldpreise und Warengutscheine
im Wert von über 7500 Euro. Neben außergewöhnlichen Fairness
bei Wettkämpfen, wie sie Koch an den Tag legte, wurden auch vorbildliches
Verhalten und Engagement für die Gesellschaft gewürdigt.
Den Hauptpreis im Wert von jeweils 2000 Mark (1026 Euro) erhielten die
Schule für Körperbehinderte in Euenheim, das Jugendhilfezentrum
Bernardshof in Mayen und Arbeitskreis der hauptamtlichen Mitarbeiter der
Jugendhäuser im Landkreis Daun.
Integratives Fußballturnier
Trotz ihrer Behinderung beteiligten sich alle 150 Euenheimer Schüler
an der Aktion "Lebensläufe" und erzielten rund 3000 Mark
Spenden für die Deutsche Welthungerhilfe. Außerdem organisierte
die Schule ein integratives Fußballturnier, bei dem behinderte und
gehörlose Schüler mit Hauptschülern und Gymnasiasten in
gemeinsamen Mannschaften spielten.
Das Jugendhilfezentrum Bernardshof erhielt den Preis für die Organisation
des "Eifel-Adventure". Die jugendlichen Teilnehmer aus Luxemburg,
Belgien, Frankreich und Deutschland mussten über mehrere Tage hinweg
gemeinsam schwierige sportliche Aufgaben lösen. Unter anderem standen
Höhlen- und Wasserfallklettern, Mountainbiking und Kajakfahren auf
dem Programm.
24 Stunden Sport Non Stop
Den dritten Hauptpreis verliehen die Juroren für
eine 24 Stunden-Aktion der Jugendhäuser im Landkreis Daun, die ganz
im Zeichen des Fair-Play-Gedankens und der Suchtprävention stand:
In Kelberg, Hillesheim, Lissendorf, Gerolstein und Daun wurde von 18 Uhr
bis 18 Uhr Fußball, Volleyball, Tischtennis und Basketball gespielt,
geschwommen, jongliert und vieles mehr. 600 Kinder und Jugendliche wurden
mobilisiert. Weitere Preise, jeweils mit Warengutscheinen im Wert von
1000 Mark (513 Euro) dotiert, gingen an die Grundschule Feyen, das Max-Planck
Gymnasium, die Hauptschule Konz, die Turnerriege des SV Hermeskeil, das
Mädchen-Basketball-Team des Trierer Hindenburg-Gymasiums, die Luxemburger
Studenten der Uni Trier sowie die Fußballer Stefan Theisen und Daniel
Eggert.
Wochensspiegel, 30.01.2002
Fair im Sport - Preis 2001
Zwölf Preisträger
ausgezeichnet
Trier. Vorbilder sind sie alle, die Träger
des siebten interregionalen "Fair im Sport Preis" 2001. Vorbilder
durch entsprechendes Verhalten im sportlichen Wettkampf oder aufgrund
ihres außergewöhnlichen sozialen Engagements im Sport.
In einer Feierstunde in der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen
Sports wurden die zwölf Preisträger vom Vorsitzenden Georg Bernarding
und Günter Albrecht von Sponsor Sport Simons mit Warengutscheinen
und Geldpreisen im Gesamtwert von mehr als 7500 Euro (15.000 Mark) ausgezeichnet.
In seiner Laudatio würdigte Hans-Josef Laas (Sportakademie) die Preisträger,
die sich um die Fairness im Sport verdient gemacht haben.
Kein Deutscher Rekord für Matthias Koch
Auch wenn die mit jeweils 2000 Mark dotierten Plätze
1-3 nach Daun, Euenheim und Mayen gingen, konnten Trierer Sportler und
Schulen insgesamt 4 der zwölf Preise des interregionalen "Fair
im Sport" Preises 2001 gewinnen.
Jeweils eine Urkunde den "Fair im Sport" Pin und einen Warengutschein
im Wert von 1.000 Mark gingen an die Grundschule Feyen, das Max-Planck
Gymnasium Trier, die Basketballmannschaft des Hindenburg-Gymnasiums sowie
an Matthias Koch vom Schwimmsportverein Trier. Martina Steinebach für
die Grundschule Trier-Feyen und Ulli Kaurisch für das Max-Planck
Gymnasium erhielten die Ehrungen auf grund ihres Engagements bei der Aktion
Lebensläufe 2001. 140 Schüler der Feyener Grundschule erliefen
eine Spendensumme von 5.920 Mark und knapp 700 Schüler des Max Planck
Gymnasiums die Rekordsumme von rund 18.000 Mark für die Welthungerhilfe.
Die Basketballmannschaft des Hindenburg Gymnasiums unter Oberstudienrat
Norbert Ascherl überzeugte die Jury durch vorbildliches Mannschaftsverhalten.
Beim Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" verzichtete
man auf den Sieg am grünen Tisch und bot dem Gegner Bitburg, der
im ersten Spiel eine nicht spielberechtigte Spielerin eingesetzt hatte,
ein Wiederholungsspiel an, das Bitburg gewann. Matthias Koch vom SSV Trier
erhielt den "Fair im Sport-Preis" 2001 für seine Fairness
im Vorkampf zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Schwimmen in Bonn.
Er wurde in seinem Lauf über 800 Meter Freistil mit 9:5,81 Min. gestoppt,
was einen neuen Rekord in seiner Altersklasse bedeutet hätte. Als
Koch erfuhr, dass seine Schwimmkollegen vom SSV die Zeit 9:30 gestoppt
hatten, ging er zum Schiedsgericht und meldete den Irrtum. Das Schiedsgericht
überprüfte die Ergebnisse und korrigierte die Zeitmessung zu
Kochs Ungunsten.
|