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Ehrung und Preisübergabe: „Fair im Sport“ Preis 2002

Die Preisträger 2002 im Überblick

Plätze 1-3

Wie schon in den vergangenen beiden Jahren gibt es in diesem Jahr
drei 1. Fair im Sport Preise.
Jeder der Preise ist mit einem Scheck in Höhe von 1500 EURO dotiert.

Den Fair im Sport Preis 2002 erhalten:

  • Preisträger: Pater Aloys Hülskamp von der DJK-LT Helenenberg
  • Preisträger: Paulinus, Missio und der DJK-Sportverband Trier
  • Preisträger: Egon Thull, TSG-Biewer

Plätze 4-10

Die Plätze 4 – 10 sind gleichberechtigte „Sieger.“
Die Reihenfolge stellt keine Platzierung dar. Alle genannten Preisträger haben sich gleichermaßen um die Fairness im Sport verdient gemacht haben.

  • Otto-Hahn-Realschule Bitburg
  • Grundschule St. Marien in Wasserliesch
  • Gymnasium Traben-Trabach
  • Verein ASPELS (Association Sports Loisirs Schifflange) aus Luxemburg
  • Raimund Ackermann, TV Germania Trier
  • Grundschule Daun
  • Paulinus, Missio und der DJK-Sportverband Trier

Begründungen:

Den Fair im Sport Preis 2002 erhalten:

Preisträger: Pater Aloys Hülskamp von der DJK-LT Helenenberg

Begründung: Pater Aloys Hülskamp, Direktor des Jugendhilfezentrums Helenberg, unterstützte in beispielloser Art und Weise den 6-Stunden-Lauf des DJK-LT Helenenberg, der auch in diesem Jahr im Rahmen der Aktion „Lebensläufe“/ Fair Play Tour durchgeführt wurde.
Obwohl im eigentlichen Sinne kein „Läufer“ legte er an diesem Tag insgesamt 94 Runden a 500m, dies entspricht 47 km !!!!!!, für diesen guten Zweck zurück. Er bildete so quasi den Motor der Veranstaltung... und läuft... und läuft und läuft... !
Viele, vor allem auch Jugendliche, ließen sich an diesem Tag mitreißen und drehten selber ein paar Runden, denn, „was der Pater kann, kann ich auch!“
Andere zeigten sich äußerst großzügig als „Laufpate“ und öffneten bereitwillig ihre Geldbeutel, da keiner ihm sehr viele Runden zugetraut hatte.
So kam durch dieses Engagement von Pater Aloys Hülskamp letztendlich ca. 1400 Euro als Spende zusammen.
Pater Aloys erhält nun seine Auszeichnung und als Zugabe auch noch unser Fair im Sport Trikot, damit er noch oft in sportlicher Mission unterwegs sein kann!

Preisträger: Die E-Junioren-Fußballer DJK Pluwig / Gusterath

Begründung: Die E-Junioren-Fußballer der DJK Pluwig / Gusterath erhalten den Fair im Sport Preis für ihr außergewöhnliches Engagement im Bereich Sport und Umwelt.
Dafür erhielten sie auch den ersten Platz bei der bundesweiten „Don-Cato-Umweltmeisterschaft 2002“, die das Bundesministerium für Umwelt organisierte hatte.
Die E-Junioren der DJK Pluwig/Gusterath hatten sich viel Mühe mit der Erstellung eines Umweltvideos gemacht. Sie dokumentierten das Müllsammeln auf dem Sportplatz und dem angrenzenden Gelände, das Pflanzen eines Baumes (Hainbuche, Baum des Jahres 1996), das Aufhängen von Nistkästen sowie die Energieeinsparung im Sportlerheim durch das Prüfen der Heizkörper, des Wasserverbrauchs und der Lichteinsparung. Zudem spielten sie Regeln der Natur pädagogisch aufbereitet nach. So unter anderem die Energiebereitstellung eines Baumes, das Leben der Ameisen und Vögel in der nahen Hecke. Der Videobeitrag der DJK Pluwig/Gusterath überzeugte die Jury durch Kreativität und Vielfalt.
Für den Ansatz durch den Sport zu erziehen und Werte -insbesondere verschiedenste umweltpädagogischen Ziele- zu vermitteln, erhält die E-Jugend der DJK Pluwig/Gusterath heute einen der ersten drei Preise bei der Fair im Sport Preisverleihung.

Preisträger: Egon Thull, TSG-Biewer

Begründung: Egon Thull erhält den Fair im Sport Preis 2002 für sein besonderes Engagement „Sportler hilft Sportler“
Begründung: Er betreut seit Januar 2000 den schwer erkrankten Sportkameraden Norbert Hensel aus Trier-Biewer.
Norbert Hensel kommt aus der Handball-Jugend der TSG-Biewer und spielte als Torwart von 1967 - 1982 in Biewer, davon 5 Jahre in der 1. Mannschaft in der Oberliga und Landesliga. Später wechselte er nach Scheich um dort als Jugendtrainer der 1. Herren und Damenmannschaft zu fungieren. Außerdem spielte er 12 Jahre Fußball in Biewer, ein junger Mann, der voller Kraft und Lebensfreude war. Ein Mann, der sein Leben dem Sport widmete.
Im Jahre 1992 unterzog sich Norbert einer Hüftgelenkoperation. Hierbei hat er sich einen Virus eingefangen, der ihm Stück um Stück seine Knochen wegfrisst. Seitdem hat er über 20 Operationen und mind. 2 Jahre in der Uniklinik Homburg über sich ergehen lassen müssen. Er ist heute zu 100 % schwerbehindert Das rechte Bein ist gegenüber dem linken um 22 cm kürzer. Norbert ist an dem Rollstuhl gebunden. Noch hat er die Kraft sich mit der Krankheit auseinander zu setzen. Er hat keine Aussichten auf Besserung.
Diesen vom Schicksal getroffenen Sportler betreut Egon Thull.
Mehrfach  wöchentlich besucht er ihn. Er erledigt Botengänge, Einkäufe, Behördengänge, Handreichungen etc. Er tut alles was notwendig ist und erleichtert so das Leben von Norbert Hensel. Täglich wird sich nach dem Befinden erkundigt und telefonisch abgestimmt. Dies tut Egon Thull alles unentgeltlich auf ehrenamtlicher und freundschaftlicher Basis und sieht dies als Dienst am Nächsten an! Als Norbert Hensel sein Fernseher defekt war und er selbst kein Geld hatte bzw. Möglichkeit um Ersatz zu bekommen, hat Egon ihm ein neues TV-Gerät unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Egon Thull ist stets zu Stelle bei allen möglichen Anlässen. Er fährt er Norbert Hensel in die Klinik und ist wie ein profihafter Krankenpfleger im Einsatz.
Egon Thull erhält heute im Namen des Sports und auch im Namen seines Sportfreundes, Norbert Hensel, den Fair im Sport Preis 2002 für dieses großartige und faire Engagement von Sportler zu Sportler.

Plätze 4 – 10

Preisträger: Otto-Hahn-Realschule Bitburg
(Frau Margret Hoffmann)
Begründung: Die Otto-Hahn-Realschule Bitburg erhält den Fair im Sport Preis 2002 für das große Engagement in der Aktion „Lebensläufe“.
Beim Tag der Lebensläufe in Bitburg „erliefen“ 890 teilnehmende Schüler eine Spendensumme von 8.343 EURO.

Preisträger: Grundschule St. Marien in Wasserliesch
(Schulleiterin Frau Guillaume und Team)
Begründung: Auch die Grundschule St. Marien in Wasserliesch erhält den Fair im Sport Preis 2002 für das Engagement in der Aktion „Lebensläufe“ 2002.
Sie schafften es mit 250 teilnehmenden Schülern eine Spendensumme von 8.433,77 EURO zu erlaufen. Einige Sponsoren mussten ganz schön tief in die Tasche greifen, da das Engagement sich auch in sportlichen Leistungen ausdrückte. Besonders an dieser Veranstaltung war des Weiteren die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit der Grundschule Wasserbillig aus Luxemburg und den Kindergärten in Wasserliesch und Oberbillig. Begleitet wurden die Kleinen von Mitgliedern des Wasserliescher Lauftreffs.
Preisträger: Gymnasium Traben-Trabach
(Herr Engelhart Ripp und Michael Herder)
Begründung: Das Gymnasium Traben-Trabach erhält den Fair im Sport Preis 2002 für das Engagement in der Aktion „Lebensläufe“ 2002.
650 Schüler zogen Sportsachen und Laufschuhe an und rannten was das Zeug hielt. Neben Laufen stand auch noch Rudern, Inlineskaten und Wandern auf dem Programm.
Für ein Straßenkinderprojekt in Bolivien kam so die stolze Summe von 13.500 EURO zusammen. Uns ist diese tolle Aktion einen Fair im Sport Preis wert.

Preisträger: Verein ASPELS (Association Sports Loisirs Schifflange) aus Luxemburg
(Herr Guy Lang)
Begründung: Der luxemburger Sportverein ASPELS führt seit 1995 seinen „Gesundheitslauf“ in Schifflange  zugunsten wohltätiger Zwecke durch.
In dieser Veranstaltung, deren anspruchsvolle Streckführung den Reiz einer früheren Bergbauregion vor Augen führt, wird ganz auf Preise für Gesamtsieger und Altersklassenwertungen verzichtet.
Der Erlös aus der Veranstaltung (Startgeld und Bewirtung) wird um einen Zuschuss aus der Vereinskasse erhöht und jährlich anderen wohltätigen Zwecken wie dem Luxemburger Roten Kreuz oder Kinderheimen gespendet.
Die seit 1995 gespendete Summe beträgt 5.577,60 Euro
Dieses Initiative wird für ein seltenes Beispiel für Fairness von Sportlern gegenüber Kranken, Behinderten und anderen Menschen gewertet, denen das Schicksal oft die Möglichkeit genommen hat, sich sportlich zu betätigen.
Für dieses langjährige Engagement erhält die Association Sports Loisirs Schifflange den Fair im Sport Preis 2002.

Preisträger: Raimund Ackermann, TV Germania Trier

Begründung: Nein, er betreibt keinen Sport mehr. Auch wenn ihm das als langjähriger Fußballer, Mittel- und Langstreckenathlet manchmal fehlt. Aber er hatte auch gute Gründe dafür, nicht nur den Sport, sondern sogar seinen Beruf an den Nagel zu hängen.
Die Rede ist von Raimund Ackermann. Er hat vor einigen Jahren entdeckt, dass es in Trier ein Team von Menschen gibt, die einer dringenden Betreuung und auch eines aufbauenden Trainings bedürfen. Dieses Team spielt in der untersten Liga des Lebens und die Spieler stehen leider permanent im Abseits: Es sind die Obdachlosen in Trier. Menschen, die häufig durch ein persönliches Foul aus dem Spiel gebracht wurden.
Raimund Ackermann hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, diese Menschen zu unterstützen. Sei es materiell mit lebensnotwendigem wie Kleidung, sei es ideell mit Hilfe bei Behördengängen oder ganz einfach nur durch Zuhören. Das allerdings bei Wind und Wetter.
Seit 1999 gibt es nun einen Verein, der ihn bei seinen Aktivitäten unterstützt – den Streetwork Trier e.V..
Dass Herrn Ackermann heute den Fair im Sport -Preis erhält hat zwei Gründe:
Sein soziales Engagement und der damit verbundene Verzicht auf eigene Lebensqualität hat Anerkennung verdient. Und der mit einer solchen Auszeichnung verbundene Preis soll auch eine wichtige Unterstützung seiner Arbeit sein.

Preisträger: Die Grundschule Daun
(Rektor Theo Lamberts und Team)

Begründung: Die Grundschule Daun erhält den Fair im Sport Preis für die Vermittlung der Fair Play Idee.
Im Jahr 2002 führte die Grundschule Daun eine Projektwoche „Olympische Winterspiele“ durch. Die Veranstaltung stand unter dem olympischen Motto Fair Play und den Grundschülern wurden in dieser Woche verschiedenste Aspekte der Erziehung zu Fair Play vermittelt.
Im Programm waren z.B. eine Eröffnungsfeier mit dem Lied "Fair geht vor", ein Fackellauf, das Entzünden des olympischen Feuers, das Olympisches Versprechen mit dem Vortrag durch die Kinder. Die Olympische Flagge und die olympischen Ringe wurden in der Eingangshalle befestigt.
Ein Projekttag zum Thema Olympia und Fair Play wurde in den Klassen organisiert und Fair Play Plakate für eine Ausstellung erstellt.
Die ursprünglichen olympischen Disziplinen und deren geschichtlicher Hintergrund wurden erarbeitet.
Ein Olympischer Wettkampf mit den ursprünglichen Disziplinen Standweitsprung mit Gewichten, Stadionlauf (Pendellauf), Diskuswerfen, Ringen, Wagenrennen fand in der Turnhalle statt.
Den Grundschülern wurde so der Fair Play Gedanke und die Olympische Idee sehe anschaulich und spielerisch vermittelt.
Des Weiteren beteiligt sich die Schule seit Jahren an der Aktion Lebensläufe.
Dieses Beispiel zeigt sehr gut, wie gut die Werteerziehung durch Sport möglich ist.
Und dafür erhält die Grundschule Daun heute den Fair im Sport Preis.

Preisträger: Paulinus, Missio und der DJK-Sportverband Trier
(Herr Sonnen, Paulinus; Werner Schmitz, Missio; Robert Kufs, DJK-Sportverband)
Begründung: Paulinus, Missio und die DJKerhalten den Fair im Sport Preis für das gemeinsame großes Anti-Aids Projekt in Sambia
Dieses Projekt wurde von zahlreichen Vereinen unterstützt.
Mit der Aktion „Bälle für Chikungu“ riefen der Paulinus, die DJK im Bistum Trier und das Missionswerk Missio in Aachen zur Unterstützung eines in seiner Art wohl einzigartigen Anti-Aids-Projekt in Sambia auf.
Chikungu, das ist eine völlig abgelegene, bettelarme Region im afrikanischen Sambia. Chikungu steht auch für ein in seiner Art vielleicht einmaliges Projekt: Hier gründete der saarländische Afrikamissionar Helmut Lösch vor 17 Jahren die „Chikungu-Fußball-Liga“. In einer Gegend, in der die Menschen hauptsächlich vor der Landwirtschaft leben, in der es so gut wie keine Infrastruktur gibt, keine Industrie und schon gar keine kulturellen Angebote, da ist der Fußball in der langen Trockenzeit nicht nur willkommene Abwechslung im eintönigen Alltag.
Er sorgt dafür, dass die jungen Männer nicht mehr „herumhängen“, Bier trinken und sexuell leichtsinnig werden – im Aids Zeitalter eine tödliche Gefahr.
„Bei uns hat es in all den Jahren, seit es die „Fußball-Liga“ gibt, vielleicht drei oder vier Aids-Fälle gegeben“, sagte Bruder Lösch mit berechtigtem Stolz. „Es kommt darauf an, die gefährliche Phase in der Jugend zu überstehen“, sagt Bruder Helmut, „wenn die Männer erst einmal eine Familie gegründet haben, ist es meistens geschafft“.
Das besondere Anti-Aids-Projekt Chikungu-Fußballmeisterschaft und Bälle für Chikungu unterstützt mit Hilfe von Vereinen diese großartige Initiative mit Trikots, Sportgeräten und Bällen.
Den Preisträgern ist gelungen, durch den Sport das Leben in Sambia ein wenig lebenswerter zu machen.

   

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