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Ehrung und Preisübergabe: „Fair im Sport Preis“ 2004

Mit dem Fair im Sport Preis wurden am 25.02.2005 in der Sportakademie Trier zum zehnten Mal faires Verhalten von Sportlern und im Sport Tätigen in der Region Trier und Luxemburg ausgezeichnet.

Die Preise wurden übergeben von dem Vorsitzenden der Sportakademie, Herrn Georg Bernarding, und von unserem Partner/Sponsor der Preise, Herrn Günter Albrecht, von Sport Simons in Trier.

Die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports hatte diesen Preis wieder in Partnerschaft mit dem Sporthaus Sport-Simons, Trier ausgeschrieben.

Vorgeschlagen werden konnte jeder, der einen aktiven Beitrag zum Thema „FAIR IM SPORT“ geleistet hat. Es konnten auch Personen bzw. Teams vorgeschlagen werden, die durch Aktionen oder Taten beispielgebend den Gedanken „FAIR IM SPORT“ mitgetragen haben.
Berücksichtigung fanden insbesondere langjährige Aktionen, die geeignet waren, das Bewusstsein für Fairness zu sensibilisieren und ein entsprechendes Verhalten bei Sportlern, ob organisiert oder nicht organisiert, ob Individualist oder als Team, zu bewirken.

Die Jury hatte bei der Auswahl der Preisträger bzw. Organisationen insbesondere Aspekte wie soziales Verhalten und Engagement für die Gesellschaft und vorbildliche Werteerziehung berücksichtigt. Eine Festlegung auf zehn Preisträger fiel nicht leicht.

Wie in den vergangenen Jahren wurden wertvolle Preise ausgelobt. Die Sieger erhalten Warengutschein bzw. Geldpreise im Gesamtwert von 10.000 EURO.
Alle Preise wurden von unserem Partner Sport Simons zur Verfügung gestellt.

Die Jury war der Meinung, dass alle Preisträger sich gleichermaßen um die Fairness im Sport verdient gemacht haben. Jeder Preisträger erhielt die Fair im Sport Urkunde, das Olympische Fair Play Zeichen und einen Preis im Wert von 1.000 €.

Die Preisträger 2004 im Überblick

Die Plätze 1 – 10 sind gleichberechtigte „Sieger.“
Die Reihenfolge stellt keine Platzierung dar. Alle genannten Preisträger haben sich gleichermaßen um die Fairness im Sport verdient gemacht haben. Jeder der Preise ist mit 1.000 EURO (Geld- und Sachpreise) dotiert.

Den Fair im Sport Preis 2004 erhalten:

  • 1. Preisträger: Kurfürst-Balduin Realschule in Wittlich
  • 2. Preisträger: Hermann-Gmeiner-Realschule in Mendig
  • 3. Preisträger: Regionale Schule Graf-Salentin, Jünkerath
  • 4. Preisträger: Jugendhof Wolf in Traben-Trabach
  • 5. Preisträger: Don Bosco Helenenberg
  • 6. Preisträger: Bekond Aktiv
  • 7. Preisträger: Andre Urbing
  • 8. Preisträger: Die Trierer Sportstiftung
  • 9. Preisträger: DJK-Sportverband im Bistum Trier
  • 10. Preisträger: Nationale Sportschule Luxembourgs (ENEPS)

Foto: alle Preisträger im Überblick


1. Preisträger: Kurfürst-Balduin Realschule in Wittlich

Begründung: Die Kurfürst-Balduin Realschule in Wittlich erhält den Fair im Sport Preis für das Engagement in der Aktion „Lebensläufe“ 2004. Es wurden 13.562 Euro erlaufen. Mit dem Geld wurde ein Projekt im fernen Mali unterstützt.

2. Preisträger: Hermann-Gmeiner-Realschule in Mendig

Begründung: Die Hermann-Gmeiner-Realschule in Mendig erhält den Fair im Sport Preis für das Engagement in der Aktion „Lebensläufe“ 2004.

Es wurde die Rekordsumme von 17.928 Euro erlaufen. Für dieses Engagement erhält die Hermann-Gmeiner-Realschule in Mendig den Fair im Sport-Preis. Des Weiteren beteiligte sich ein Schulteam als „Fair Play Botschafter“ an der 6. TOUR D’EUROPE FAIR PLAY und ist 2005 Etappenort der Tour.

3. Preisträger: Regionale Schule Graf-Salentin, Jünkerath

Begründung: Unter Leitung von Herrn Herbert Ehlen werden seit Jahren Schulprojekte - Fair geht vor - durchgeführt. Dabei wurde der Fair-Play-Gedanke aus dem Sport aufgenommen und auf alle Lebensbereiche übertragen. Die Graf-Salentin Schule organisiert jährlich Lebensläufe, ist Mitorganisator der TOUR D’EUROPE FAIR PLAY und hat einen eigenen Schulzirkus.

Weitere Projekte für die Schüler sind die interregionale Schülerassistentenausbildung und die Beteiligung als WM-Schule zur Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft 2006. Für dieses tolle und langjährige Engagement erhält die Regionale Schule Graf-Salentin, Jünkerath einen weiteren Fair im Sport Preis 2004.

4. Preisträger: Jugendhof Wolf in Traben-Trabach

Begründung: Der Jugendhof Wolf in Traben-Trabach erhält den Fair im Sport Preis 2004 für das langjährige Engagement in der Aktion „Lebensläufe“ sowie vielen weiteren Sportaktivitäten.

Beim Lebenslauf 2004 wurde die Summe von 1.566 Euro erlaufen. Damit wurde ein Projekt der Deutschen Welthungerhilfe und des Landes Rheinland-Pfalz in Ruanda unterstützt. Seit vielen Jahren gelingt es Dieter Hens und Inge Umbach immer wieder durch eine gezielte Lauftherapie benachteiligte und behinderte Jugendliche über den Sport zu stabilisieren, ihnen ein Selbstwertgefühl zu vermitteln und so eine Hoffnung für eine bessere Zukunft zu geben.

Mehr als 20 Kinder beteiligen sich regelmäßig am Training, an Volkslaufveranstaltungen, an Benefiz- und Staffelläufen und erhalten bei diesen „Außenkontakten“ Anerkennung und haben Erfolgserlebnisse, die sie in dieser Art weder in der Schule noch in der Familie haben können. Bei ihren Starts tragen sie ein „Fair im Sport Trikot“ und sind somit auch „Fair Play Botschafter“.

Des Weiteren beteiligt sich ein Team mit Teilnehmern, einem Fahrzeug und Betreuern seit sieben Jahren an der TOUR D’EUROPE FAIR PLAY und Traben-Trabach war 2001 Etappenort der Tour.

5. Preisträger: Don Bosco Helenenberg

Begründung: Auch die Einrichtung Don Bosco Helenenberg erhält mit dem Lauftreff den Fair im Sport Preis 2004 für das langjährige Engagement in der Aktion „Lebensläufe“ 2004.

Jährlich organisieren die Helenenberger einen 6-Stundenlauf zu Gunsten der Deutschen Welthungerhilfe. Beispielsweise unterstützte Pater Aloys Hülskamp, der ehemalige Direktor des Jugendhilfezentrums Helenberg, in beispielloser Art und Weise den 6-Stunden-Lauf des DJK-LT Helenenberg.

Obwohl im eigentlichen Sinne kein „Läufer“ legte er beim 6-Stundenlauf 94 Runden a 500m, dies entspricht 47 km !!!!!!, für diesen guten Zweck zurück. Er bildete so quasi den Motor der Veranstaltung... und läuft... und läuft und läuft... ! Viele, vor allem auch Jugendliche, ließen sich an diesem Tag mitreißen und drehten selber ein paar Runden, denn, „was der Pater kann, kann ich auch!“ Andere zeigten sich äußerst großzügig als „Laufpate“ und öffneten bereitwillig ihre Geldbeutel, da keiner ihm sehr viele Runden zugetraut hatte. So kam durch dieses Engagement des Paters 1400 Euro als Spende zusammen.

Des Weiteren beteiligt sich Don Bosco Helenenberg seit sieben Jahren als „Fair Play Botschafter“ an der TOUR D’EUROPE FAIR PLAY.

Den Erziehern Oliver Nau und Georg Heisig gelingt es im Sinne Don Boscos seit vielen Jahren immer wieder benachteiligte Jugendliche über den Sport, über die Teilnahme an Volksläufen, Fußballturnieren, Radtouren und vielem mehr, zu stabilisieren, ihnen ein Selbstwertgefühl zu vermitteln und so eine Hoffnung für eine bessere Zukunft zu geben.

6. Preisträger: Bekond Aktiv

Begründung: Bekond Aktiv blickt inzwischen auf rund 25 Jahre Aktivitäten zurück. In dieser Zeit wurden rund 300.000 Euro Spenden für die Welthungerhilfe zusammengetragen.
So entstand spontan Ende Dezember die Spenden-Aktion zu Gunsten der Seebeben- und Flutopfer in Südostasien.

Bei einer gemeinsamen Aktion von Bekond aktiv e.V. und Silvesterlauf Trier e.V. wurden 6.523 Euro an die Welthungerhilfe überwiesen. Damit sind die Aktionen, die Bekond Aktiv plant, denn sie sind weiterhin in gezielten Hilfsaktionen - "Gegen den Hunger" aktiv.

Seit mehreren Jahren unterstützt der Verein Bekond Aktiv die Aktion "Tulpen für Brot". Alljährlich pflanzen Schüler in vielen Regionen Deutschlands im Herbst Tulpenzwiebeln um diese im Frühjahr im Verwandten- und Bekanntenkreis gegen Spenden zu verkaufen. Diese Spenden werden dann an Jugendhilfeprojekte in Peru, Indien, Ägypten und zwischenzeitlich auch an die Kinderkrebshilfe in einem festgelegten Schlüssel aufgeteilt. Im letzten Jahr konnten ca. 70.000 Euro für Projekte zur Verfügung gestellt werden. Bekond Aktiv hat hierzu immer einen großen Teil beigetragen. Auch in diesem Frühjahr werden in Bekond wieder ca. 2000 Tulpen für Brot erblühen und hoffentlich 1.000 Euro für die Aktion einbringen.

Auch im Sport engagieren sich die Bekonder z.B. durch die Organisation von Wettkämpfen wie dem Mosel-Höhenbiking oder dem Industrieparklauf in Bekond. 25 Jahre Engagement verdienen einen der Fair im Sport Jubiläumspreise!

7. Preisträger: Andre Urbing

Begründung: Der 59jährige Andre Urbing aus Bissen, Luxemburg, ist seit seiner Jugend begeisterter Fußballer. Seit 20 Jahren ist er Fußballschiedsrichter, und zwar Schiedsrichter mit Herz. So hat er all seine Schiedsrichterentschädigungen seit 1995 sowie auch seinen Fair im Sport-Preis auf ein Konto "Ärzte ohne Grenzen", "Medicins Sans Frontieres" überwiesen. So hat er bis heute 1.200 Spiele geleitet und 33.000 Euro gespendet.

Für dieses tolle und langjährige Engagement erhält Andre Urbing einen weiteren Fair im Sport Preis 2004.

8. Preisträger: Die Trierer Sportstiftung

Begründung: Im Jahre 1985 hat der Sportjournalist Horst Lachmund die Trierer Sportstiftung gegründet. Somit besteht diese nun 20 Jahre.

Sinn dieser Sportstiftung ist: Sportler aus der Trierer Region die unverschuldet in wirtschaftliche Not geraten sind und deren Familien zu unterstützen. Hierbei gibt es ganz besonders gravierende Fälle, die im einzelnen der Unterstützung der Sportstiftung bedürfen.

Lachmund selbst hat mehrere Bücher zu Gunsten der Trierer Sportstiftung geschrieben. Mit dem kompletten Erlös aus dem Buchverkauf der Biografie des Konzer Hammerwerfers Karl-Hans Riehm ist die Trierer Sportstiftung entstanden. Im Jahre 2002 hat er das zweite Buch „Zum Kaffee rollende Möpse – Glossen, Gedichte und Geschichten“ veröffentlicht. Auch hier ist der komplette Erlös aus dem Verkauf dieses Buches der Trierer Sportstiftung gutgeschrieben worden.

Dieses großartige, soziale Engagement des Journalisten und Autors Horst Lachmund für die Sportlerinnen und Sportler aus der Trierer Region ist beispielhaft. Die Sportstiftung wird aber auch durch Veranstaltungen wie den Trierer Berglauf und den Trierer Treppenlauf unterstützt, und kann so ihren Zweck, Not zu lindern, erfüllen.

9. Preisträger: DJK-Sportverband

Begründung: „Sport und mehr...“ lautet die Devise des DJK-Sportverbandes im Bistum Trier der rund 31.000 Mitglieder in 83 Vereinen betreut. Als Ziel verfolgt der Verband mit besonderer Aufgabenstellung im DSB, die Förderung des Sports, der Gemeinschaft und die Orientierung an der christlichen Botschaft.

In sämtlichen Programmen und Angeboten hat sich der DJK-Diözesanverband Trier die Verwirklichung christlicher Werte im Sport zur Maxime gemacht.
Bei Seminaren und Veranstaltungen zum Thema „Das Mehr in der Erziehung durch Sport“ werden immer wieder gerade die Personengruppen der Trainer, Übungsleiter und Betreuer im Sport in den Blick genommen.

Im Bereich Südwest des DJK-Sportverbandes werden seit Jahren Übungsleiter/innen-Lizenzausbildungen und Fortbildungen mit dem Schwerpunkt Breiten- und Freizeitsport, DJK-spezifischen Inhalten sowie der Vermittlung sozialer Kompetenzen durchgeführt. Hierbei hat sich das „DJK-Sport und mehr“-Konzept bewährt.

Zum Thema Wertevermittlung im Sport organisiert die DJK immer wieder interessante und brisante Diskussionsforen. Der Sportbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Olympiapfarrer Hans-Gerd Schütt, ist hierbei u. a. ein gern gesehener Gast, der „Das Mehr in der DJK – die christliche Verantwortung im Sport“ in seinen Impulsreferaten auf den Punkt bringt.
DJK-Sportexerzitien und Integrative Arbeit mit lernbehinderten Kinder sind weitere Arbeitsschwerpunkte der DJK.

„Eine Welt“- Projekte
Mit der Aktion "Bälle für Chikungu" rufen die DJK im Bistum Trier, der Paulinus, und das Missionswerk Missio in Aachen zur Unterstützung eines Anti-Aids-Projekts in Sambia auf.
Seit vielen Jahren wird die Partnerschaftsarbeit des Bistums Trier mit Bolivien intensiv begleitet und gefördert.

2005 / 2006 Mit der Umsetzung einer großen Rad- und Fußwallfahrt im Rahmen des diesjährigen Weltjugendtages in Köln, der Einbindung des Sports beim Katholikentag 2006 in Saarbrücken und der Organisation eines internationalen Jugendcamps europäischer katholischer Sportverbände, stehen große Zukunftsaufgaben vor der DJK, die die Vielfalt des Engagements verdeutlichen.

10. Preisträger: Nationale Sportschule Luxembourgs (ENEPS) für die Aktion Televie

Begründung: Die Luxemburger Sportler stellen sich seit drei Jahren in den Dienst der Aktion TELEVIE und sammeln Geld gegen Krebsleiden, um insbesondere den Kampf an Leukämie erkrankten Kindern zu unterstützen. Die Aktion TELEVIE bittet die belgische und luxemburgische Bevölkerung, sich aktiv an diesem Kampf zu beteiligen.

Und die Luxemburger Sportler haben diese Botschaft verstanden und haben in den beiden vergangen Jahren 2003 und 2004 durch die Initiative „Der Sport im Dienst der Aktion TELEVIE“ die beachtliche Summe von 47.000 € durch sportliche Aktivitäten gesammelt.
Die Veranstalter der drei Ausgaben waren allesamt Sportorganisationen:

  • die Nationale Sportschule Luxembourgs (ENEPS)
  • der Triathlon-Verband, die Coque
  • der Radfahrerverband
  • der Basketball-Verband
  • der Schwimm-Verband
  • der Leichtathletik-Verband.

Was geschieht aber bei der Aktion Televie?
Über 12 Stunden bieten die Veranstalter ein großes Sport- und Mitmachprogramm. Folgende Aktivitäten werden angeboten :

  • Home-Trainer-Biking
  • Spinning
  • Fitness-Kurse (TAE-BOE, Step)
  • Leichtathletik
  • Basketball (Wettbewerbe, Spiele,...)
  • Rettungsschwimmen, ....

Eine Hochrechnung ergab, dass ungefähr 850 Teilnehmer an der letzten Ausgabe 2004 teilgenommen haben. Jeder hat pro Aktivität 5. Euro gezahlt. Als Rahmenprogramm wurden etliche Aktivitäten für Groß und Klein angeboten (Clownerien, Zirkusschule, Wasserspiele im olympischen Schwimmbecken,...)

2005 findet die dritte Aktion Televie am Samstag, den 23. April 2005, in der Coque statt.
Für dieses tolle Engagement, die Idee und deren Umsetzung erhält die Nationale Sportschule Luxembourgs (ENEPS) und deren Partner den Fair im Sport Preis 2004.


Die Gewinner des "Fair im Sport - Sonderpreise 2004" im Überblick

Aktion 1: Schüler- und Jugendteams werben für Fair Play
Aktion 2: Sportler helfen

  • Aktion 1 - Johann-Amos Comenius Realschule Ehrang
  • Aktion 1 - Regionale Schule Salmtal
  • Aktion 1 - Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier
  • Aktion 1 - Grundschule Trier-Irsch
  • Aktion 1 - Grundschule Zell
  • Aktion 1 - St. Willibroard-Gymnasium Bitburg
  • Aktion 1 - Sportverein Kordel 1932 e.V.
  • Aktion 1 - SFG Bernkastel-Kues BB D1-U14
  • Aktion 2 - St. Martin Schule in Bitburg
  • Aktion 2 - Grundschule Trier Biewer
  • Aktion 2 - Spielkreis Mosel im Fußballverband Rheinland
  • beide Preise - TSC Pfalzel C-Jugend
  • beide Preise - FSV Plein 1982 e.V.
   

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