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Preisträger des Fair-im-Sport-Preises
1999
Platz 4-9
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HSG Mertesdorf - Ruwertal - Jugendabteilung
Die Jugendabteilung der HSG Mertesdorf - Ruwertal
kann mit Stolz auf die abgelaufene Handballsaison zurückblicken, in der
ihre 11 Mannschaften keine einzige rote Karte gezeigt bekamen. Im kampfbetonten
Handballsport mit Sicherheit eine Seltenheit und ein Beweis für die exzellente
Jugendarbeit nicht nur in Vermittlung der handballspezifischen Techniken,
sondern auch in der Vermittlung des sportlich fairen Umgangs auf dem Spielfeld.
Der sportlich faire Umgang und das große Engagement in sozialen Bereichen
dokumentiert sich allerdings nicht nur auf dem Spielfeld. Veranstaltungen
zur Integration Behinderter in das Vereinsleben, Umweltaktionen und die
ehrenamtliche Tätigkeit der Übungsleiter im Schulsport verdeutlichen eindrucksvoll,
warum die HSG Mertesdorf - Ruwertal mit dem Fair im Sport - Preis 1999
ausgezeichnet wird.
Andreas Franzen -- TSC Pfalzel
Zwei Minuten vor Ende der Partie Trier-West/Euren,
bei Spielstand von 2 : 1 für die Mannschaft aus Trier West/Euren, gab
der Schiedsrichter einen umstrittenen Freistoß zugunsten des TSC Pfalzel,
sieben Meter vor dem Tor. Der Schiedsrichter hatte einen Querschläger,
als Rückpaß zum Torwart gewertet und die Aufnahme des Balles mit der Hand
als Freistoß geahndet. Alle beteiligten waren sich über Zweifelhaftigkeit
dieser Entscheidung bewußt und der Spielertrainer des TSC Pfalzel, Andreas
Franzen, schoß den Freistoss absichtlich 10 Meter am Tor vorbei. Dieses
Verhalten ist um so höher einzustufen, weil beide Mannschaften direkte
Konkurrenten um den Klassenerhalt waren. Dieses Verhalten führte zur Niederlage
für den TSC Pfalzel. Die sportliche Fairness jedoch verbuchte einen seltenen
Sieg. Dieses Verhalten von Spielertrainer Andreas Franzen verdient in
der Tat den Fair im Sport Preis 1999.
Michael Schmitz - Journalist - TV Artikel vom 14/15.
August 1999 Treten und Schlagen statt Tore zu zaubern
Das die Tatsache ohne rote Karten und Sperren eine
Saison abzuschließen keineswegs an der Tagesordnung liegt, beleuchtete
der Journalist Michael Schmitz in seinem Artikel vom August 1999 eindrucksvoll.
Er beschäftigte sich in diesem Artikel mit der Zunahme der Tätlichkeiten
und Schiedsrichterbeschimpfungen bereits bei 13 jährigen Jugendlichen
gerade in den letzten Jahren. Alle Fachleute sind sich darüber einig,
das man den Jugendlichen nicht erst durch die Spruchkammer und das Urteil
die Grenzen aufzeigen sollte, sondern dies sollte schon vor dem Anpfiff
geschehen. Eltern, Betreuer und Trainer sind als Vermittler des Fair Play
- Gedanken gefragt und stehen in der Verantwortung. Denn letztlich sollte
folgender von Kaiser Franz geprägte einfache Satz Motivation genug sein:
"Geht's raus und spielt´s Fußball". Für diesen kritischen Artikel, der
die Problematik des fairen Verhaltens deutlich widerspiegelte, verleihen
wir Herrn Michael Schmitz den Fair im Sport Preis 1999.
Theo Nieder - Leichtathletiktrainer SV "Eifelland"
Orenhofen
Seit 1978 gehört Herr Theo Nieder als Trainer und
Leichtathlet dem SV "Eifelland" Orenhofen an. Mit seinen 50 Jahren ist
Herr Nieder immer noch ein hervorragender Leichtathlet und wird von allen
Mitkonkurrenten geschätzt. Seine vorbildliche Haltung spiegelt sich in
jedem Wettkampf wieder - ganz gleich ob es sich um nationale oder internationale
Veranstaltungen handelt. Er pflegt die Kontakte zu den ausländischen Sportler
und steht stets als erfahrener Trainer mit Rat und Tat jedem zur Seite.
Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin wartete er geduldig bis sein
direkter Konkurrent um die deutsche Meisterschaft im Hochsprung von der
Durchführung eines Weitsprungs zurückkam. Spätestens 2 Minuten nach Aufruf
durch die Wettkampfleitung muß der Starter seinen Versuch ausgeführt haben,
sonst führt dies zu Disqualifikation. Da beide Wettkämpfe sich überschnitten,
bat Herr Nieder bat Wettkampfleitung um Aufschub für seinen Konkurrenten.
Dieser sprang dann auch noch höher und wurde vor Theo Nieder Deutscher
Meister. Seit Jahrzehnten führt er außerdem jungen Menschen nicht nur
zu sportlichen Erfolgen, sonder trägt mit pädagogischem Geschick zur positiven
Entwicklung ihrer Persönlichkeit, nicht nur was den Fair Play Gedanken
betrifft, bei. Die Summe der hier aufgeführten Beispiele ließ der Jury
keine andere Wahl, als Herrn Theo Nieder, für sein immer von Fair Play
geprägtes Verhalten, mit dem Fair im Sport Preis 1999 zu ehren.
Gilbert Schlitz Ins Ziel geschubst Kann schubsen
fair sein?
Dies fragte sich die Jury im Falle von Gilbert Schiltz.
Folgendes war passiert: Beim 10 km Konzer Wurzelweglauf liefen Schiltz
und sein zwölf Jahre jüngerer Konkurrent Schulter an Schulter. Erst kurz
vor dem Ziel konnte sich der jüngere einige Meter absetzen. Trotzdem streckte
er sein Hand zurück und wollte seinen Sieg mit dem 41-jährigen Luxemburger
teilen. Dieser aber wollte dem an diesem Tag stärkeren Läufer den Sieg
allein überlassen und es kam zum Schubs über die Ziellinie. Dieses Verhalten,
die klare Anerkennung einer höheren Leistung, zeichnet Gilbert Schiltz
aus. Ein richtiger Sportler kämpft mit allen fairen Mitteln um den Sieg
und will einen Erfolg nicht geschenkt bekommen.
Privatschule St.Maximin Großes Engagement für Lebensläufe
Wir verleihen den Fair im Sport - Preis 1999 der
Privatschule St.Maximin für ihr großes Engagement im Rahmen der Lebensläufe,
zugunsten der Welthungerhilfe. Bei einer großen Sportaktion nahmen 300
Kinder- und Jugendliche teil und es wurden insgesamt rund 8000,- DM für
diese Aktion erlaufen. Aktive Teilnehmer ließen sich von Verwandten, Bekannten
oder Sponsoren ihre sportlichen Aktivitäten sponsern und konnten so mit
den erlaufenen Spenden anderen Menschen helfen. Außerdem beteiligte sich
die Schule mit einer Gruppe an der "Fair-Play-Tour de Europe" und trugen
auch damit zum sensationellen Erfolg dieser Veranstaltung bei.
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