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Rathauszeitung Trier, 22.06.2010

 

Von Trier über Beligien nach Schweich

 

Die Tourteilnehmer von der Maximinschule mit ihrer Rennfahrerskulptur, die von Bürgermeisterin Birk und Akademieleiterin Lohberg enthüllt worden war.
250 Schüler nehmen in dieser Woche an der Fairplay-Tour teil und schreiben damit ein weiteres Kapitel einer Erfolgsgeschichte: Bereits zum zwölften Mal werden bei der von der Europäischen Sportakademie organisierten Radrundfahrt durch die Großregion Spenden für Entwicklungshilfeprojekte in Ruanda gesammelt.

Traben-Trarbach, Saarbrücken, Hayange (Lothringen), Arlon (Belgien), Neuerburg, Bütgenbach, Diekirch (Luxemburg) und Schweich heißen die Etappenorte der Tour 2010. 695 bergige Kilometer in acht Etappen müssen die Zehn- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler bewältigen.

Am Samstag verabschiedete Bürgermeisterin Angelika Birk die 80 Teilnehmer aus Trier in der Europäischen Kunstakademie. Von dort aus ging es auf dem Moselradweg in Richtung Schweich und Bekond, wo sich weitere Gruppen dem Peloton anschlossen. Zielort des Tages war Traben-Trarbach. Dort trafen sich die in Trier gestarteten Radler mit einer zweiten Gruppe, die sich in Gerolstein in der Eifel auf den Weg gemacht hatte.
Fairness, Solidarität, aber auch Leistungsbereitschaft lauten die drei Leitmotive der Tour. Birk lobte das Engagement der Veranstalter für Afrika: „Das ist ein wichtiger Brückenschlag zwischen zwei Kulturen, die zu wenig von einander wissen.“

Skulptur fährt mit

Dass die Trierer Teilnehmer in der Kunstakademie verabschiedet wurden, hatte einen besonderen Grund: Unter Anleitung des Künstlers Bodo Korsig hatte die Radsportgruppe der Maximin-Schule in den Ateliers der Akademie die überlebensgroße Plastik eines Radrennfahrers gestaltet, die vor dem Start enthüllt wurde und mit auf die Reise ging.

Für Akademieleiterin Dr. Gabriele Lohberg traf es sich gut, dass die Fairplay-Tour, an der auch Sportler aus Ruanda teilnehmen, im Zeichen der Solidarität mit Afrika steht. So lag eine Verbindung mit den Veranstaltungen zur Fußball-WM in Südafrika nahe. Die Verabschiedung der Radfahrer bildete zugleich den Auftakt für ein afrikanisches Wochenende in der Kunstakademie. Neben dem Public Viewing der WM-Spiele und der Ausstellung „Ballkünstler – fairspielt“ mit künstlerisch bearbeiteten Fußballschuhen standen Trommelworkshops und -konzerte, Auftritte des Comedians IBO alias Ibrahima Ndiaye und der Film „More than just a game“ über die Bedeutung des Fußballs für den Freiheitskampf der Apartheidgegner auf der südafrikanischen Gefangeneninsel Robben Island auf dem Programm.




 

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