Mit einem Traumergebnis ist Fred Pretz als Präsident des Sportbunds Rheinland für weitere vier Jahre im Amt bestätigt worden. Bei der Mitgliederversammlung in Lahnstein erhielt der 50-Jährige 448 von 550 Stimmen.
Lahnstein. Fred Pretz hat vor seiner Wiederwahl zum Präsidenten des Sportbunds Rheinland (SBR) die Vertreter der Vereine und Fachverbände auf künftige Herausforderungen des organisierten Sports eingeschworen. Der demografische Wandel und die finanziellen Rahmendbedingungen waren Schwerpunkte seiner Rede.
Am Ende appellierte er vor allem an die Politiker im Saal "Sparen Sie nicht am Sport, denn Sie sparen durch den Sport."
Die ehrenamtlichen Leistungen im Sport, die sich besonders bei der Integration, Migration und auf dem Gesundheitssektor niederschlagen, bezifferte Pretz jährlich bundesweit mit 37,2 Millionen Arbeitsstunden und einer daraus resultierenden Wertschöpfung von rund 6,7 Milliarden Euro. Hinter diesen Zahlen verbergen sich nach Beobachtung von Pretz aber auch massive Probleme. "Vereinsvorstände klagen über die zunehmende Zahl an Gesetzen und Vorschriften und stöhnen über finanzielle Belastungen, weil sie eigene Sportanlagen unterhalten", sagte der Präsident. Es sei schwierig, vor allem junge Leute für ein Vorstandsamt zu gewinnen.
Anhand der Mitgliederstatistik des Sportbundes Rheinland und zweier ausgewählter Fachverbände appellierte Pretz, die Ausrichtung des eigenen Sportvereins kritisch zu hinterfragen.
Der Präsident bekannte sich ausdrücklich zur regionalen Struktur des rheinland-pfälzischen Sports.
Einstimmig verabschiedete die Versammlung den Hauhaltsplan 2010 mit einem Gesamtvolumen von 7,83 Millionen Euro. "Gekürzte Landeszuweisungen können wir nur durch Mehreinnahmen von Lotto Rheinland-Pfalz kompensieren", sagte Schatzmeister Fritz Langenhorst.
Eine Reihe von Satzungsänderungen, mit dem Ziel auf aktuelle Entwicklungen effizient reagieren zu können, wurde von der Versammlung angenommen. Mit deutlicher Mehrheit abgelehnt wurde ein Antrag der Fachverbände, wonach diese einen Sitz im SBR-Präsidium erhalten sollten.
Fast das komplette Präsidium wurde im Amt bestätigt. Lediglich Gerd Heidger schied aus dem Amt. An seine Stelle wurde Hermann Kleber (Mendig) gewählt. Für seine Verdienste um den Sport wurde Heidger mit der Goldenen SBR-Ehrennadel sowie dem Herrmann-Höfer-Preis ausgezeichnet.
Dem SBR-Präsidium gehören an: Präsident Fred Pretz mit den Vizepräsidenten Fritz Langenhorst (Finanzen und Personal), Walter Desch (Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Sportentwicklung), Monika Sauer (Breiten- und Freizeitsport), Günter Berg (Aus- und Fortbildung), Hermann Kleber (Vereinsförderung und Vereinsberatung), Hans-Dieter Heußlein (Rechts- und Satzungsfragen), Claudia Altwasser (Frau im Sport), Rolf Müller (Sportjugend) sowie Martin Weinitschke (Geschäftsführer).
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