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Aktion LebensLäufe
Sportler helfen 2005

Mehr als laufen!

Die Aktion Lebensläufe ist zum Laufen da?
Schon, aber nicht nur!

Die Palette der Lebenslauferprobten Sportdisziplinen wird von Jahr zu Jahr imposanter - von den Klassikern wie Laufen, Radeln, Schwimmen und Wandern über Fußball, Kinder-Olympiade und Schnitzeljagd bis hin zu unseren ganz aktuellen Neuzugängen: Klettern, Meditationstanz, Judo und Baseball.

Vieles ist möglich.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf:
Hauptsache sportlich, Haptsache fair, Hauptsache Spaß.

Fairplay-Tour und Aktion Lebensläufe kratzt an der Million

„Wir sind guten Mutes, dieses Jahr die Million zu streifen.“Euphorisch zeigte sich der Geschäftsführer der Trierer Sportakademie, Klaus Klaeren, bei der Vorstellung des Jahresergebnisses der Fair Play Tour d´Europe und der Aktion Lebensläufe. 950.000 Euro wurden bei der Radtour, die jedes Jahr 250 Jugendliche über 700 Kilometer durch Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich führt, und bei der Spendenlaufaktion, bei der sich Kinder und Jugendliche Paten suchen, die für bestimmte Wegstrecken spenden, in den vergangenen sechs Jahren gesammelt. „Das Ergebnis ist eine Festveranstaltung wert“, sagt Triers Bürgermeister Georg Bernarding.
150.000 Euro kamen allein dieses Jahr zusammen. „Und stündlich wird es mehr“, erklärte Klaeren. 14.500 Schüler rannten, radelten, schwammen oder fuhren auf Inline-Skates für den guten Zweck. Schier unglaubliche Beträge kamen bei manchen Schulen zusammen. Spitzenreiter 2004 ist die Realschule Mendig mit 17.800 Euro .
Ingeborg Schäuble zeigte sich bei der Scheckübergabe beeindruckt: „Das ist sehr viel mehr Geld, als wir ursprünglich veranschlagt haben.“ Dies ermögliche die Verwirklichung weiterer Projekte. Mit 75.000 Euro wird beispielsweise der Bau von 16 Klassenräumen für 1324 Kinder im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda ermöglicht. „Bildung ist Vorraussetzung für Demokratie. Ihr helft, das Kinder in Ruanda besser leben und diese Welt als fairer erleben können“, dankte die Vorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe den Lebensläufe- und Fairplay-Tour Teilnehmern.
Doris Wagner „Mutter der Kompanie“
Nicht die absoluten Beträge, der gute Wille ist letztendlich entscheidend. Die Lebenslauf-Schulen erhielten in Trier ihre Teilnehmer-Urkund. Außerdem wurden einige geehrt, die sich bei der Fair-Play-Tour uneigennützig in den Dienst der guten Sache stellen. So zum Beispiel Doris Wagner, „die Mutter der Kompanie“, wie Klaus Klaeren, der die Fair-Play-Tour zusammen mit dem Jünkerather Lehrer Herbert Ehlen federführen organisiert, erklärte oder Arthur Lambert, „der Mann, der mittlerweile schon zwei Tour-Anhänger zusammen geschraubt hat“. Ohne das Engagement solcher Menschen würden Kinder und Jugendliche in Deutschland Gemeinschaftserlebnissse wie bei der Fair Play Tour fehlen, meinte Klaus Klaeren, der auch den Tour-Sponsoren AOK, Lotto Rheinland-Pfalz, dem Gerolsteiner Brunnen, der Provinzial-Versicherung und der Landesgartenschau dankte.

Das gemeinsame Europa nähergebracht
Fair-Play-Tour und Aktion Lebensläufe erfüllen also nicht nur als Sonderaktion ihren Zweck. „Aktionen wie die Fair Play Tour sind nicht nur für die Dritte Welt wichtig, sondern auch für unsere Gesellschaft“, sagt Ministerialdirigent Franz-Josef Kemper, der den rheinland-pfälzischen Innenminister Walter Zuber vertrat. „Jungen Europäern wird das gemeinsame Europa und der Fair-Play Gedanke, der ein wesentliches Anliegen des Sports ist, näher gebracht“, bestätigte der Vizepräsident des Landessportbundes Herbert W. Hoffmann.
Auch Udo Bölts zollte den Jugendlichen Respekt: „Ich war am Etappenziel in Pirmasens und habe gesehen, mit welchem Material die Jugendlichen die Strecke bewältigen. Das hat mich, der nur Hightech-Räder gewohnt ist, sehr beeindruckt.“ Vielleicht lecke der eine oder andere Jugendliche Blut, auch „mit Startnummern auf dem Rücken zu fahren, hofft der zwölfmalige Tour de France Teilnehmer, dass aus der Fair Play Tour vielleicht auch einmal ein Radrennfahrer hervor geht. Die ersten 700 Kilometer haben alle hinter sich.

 

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