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Viele Schüler setzten in den Schlafquartieren nach der langen
Radfahrt noch eins drauf, wenn sie sich nach dem Abendessen,
das in allen Etappenorten von Schulen, Vereinen, Verbänden oder
Kommunen hervorragend vorbereitet war, noch zwei Stunden lang
zu Fußball, Badminton, Breakdance oder anderen sportlichen Aktivitäten
trafen. In all diesen sportlichen und zwischenmenschlichen Begegnungen
während dieser Woche lernten die Schüler auch sehr schnell,
wie wichtig faires Verhalten in allen Lebenslagen ist.
Wer z.B. beim Radfahren undiszipliniert fuhr,
der musste bei nachfolgenden Stürzen erfahren, wie schmerzlich
dieses Fehlverhalten sein konnte. Effektiver kann Learning by
doing nicht sein. Minimiert wurde die Sturzgefahr durch die
Aufteilung der 100 Radler in fünf Kleingruppen, die von je vier
erwachsenen Begleitern betreut wurden. Dennoch gab es in der
Anfangseuphorie gleich nach dem Start in Jünkerath einen ziemlich
heftigen Sturz, bei dem einem Radbetreuer das Rad mit dem Zahnkranz
auf den Kopf fiel. Doch zum Glück konnte der Radfahrer seine
Fahrt fortsetzen, weil sein Kopf durch die Helmpflicht bei dieser
Tour optimal geschützt war.
Das einzige Handicap an diesem
ersten Tourtag war, dass die erste Radgruppe zweimal Umwege
fahren musste, weil durch Funklöcher im Kylltal die Verständigung
mit dem Handy nur sehr stockend funktionierte. Doch erwies sich
der Einsatz der Handys im Verlauf der Tour als sehr nützlich.
In einigen Etappen wurden verschiedene Leistungsgruppen gebildet,
die unterschiedlich lange Strecken zum Ziel hin bewältigen mussten.
So konnten sich die schnellen Radfahrer öfter so richtig austoben,
währen die langsame Gruppe auf der kürzeren Distanz nicht überfordert
wurde.
Am Sonntag dem 25.6. hieß es für die Fair Play Fahrer schon
früh vom harten Lager der Bezirkssportanlage West in Trier-Euren
aufstehen, da der gemeinsame Start aller übrigen Gruppen, die
am Vortag in einer Sternfahrt aus Mettendorf, Merzig, Helenenberg
und TrabenTrarbach zu der großen Gruppe aus der Eifel mit Schülern
aus Jünkerath Gerolstein, Euskirchen, Blankenheim, Hillesheim
und Steinfeld gestoßen war, vor dem Start des Trierer Stadtlaufes
an der Porta Nigra erfolgen sollte.
Große Aufregung dann um 8.00 Uhr
an der Porta: Die Politessen der Stadt Trier waren nervös wegen
der abgestellten Begleitfahrzeuge. Deren Fahrer waren Läufer
der LGV, Rudi Braden und Willy Meyer (79 J.), die erst noch
den Stadtlauf bestreiten wollten.
Zweiter Aufreger: Das Fahrrad des Trikotsponsors Prüm Türdesign
war nicht auffindbar. Marketingchef Udo Roggendorf setzte sich
zunächst in das Begleitfahrzeug des Jugendamtes Daun. Jugendpfleger
Kurt Laux steuerte derweil den von MCR Lissendorf gesponserten
Tour-LKW mit Gepäck und Verpflegung.
Die Tourkolone fuhr durch die Stadt hinter ihm her, bog dann
auf den Radweg nach Wasserbillig ab, während sich Herbert Ehlen
noch einmal mit einigen Ortskundigen in Richtung Nachtquartier
machte, um das Fahrrad aufzuspüren. Doch der Hausmeister hatte
schon alles abgeschlossen und war beim Einsatz an der Strecke
des Stadtlaufes. Die Miniradgruppe fuhr nun nach Wasserbillig
und kam gerade an, als die Tourfahrer dort die Mosel und damit
auch die Grenze nach Luxemburg mit der Fähre überquerten.
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