|
Seit
der frühen Antike gehört Metz zu den großen Städten
im Osten Frankreichs. Dank ihrer Lage am Zusammenfluß
von Mosel und Seille und am Kreuzpunkt von zwei bedeutenden
Handelsstraßen von Mittelmeer zur Nordsee und von Straßburg
nach Reims, haben sich die ersten Bewohner hier niedergelassen.
Zuerst Hauptstadt der Mediomatriker (Kelten) wird sie
aber ab 51 vor Christus eine ansehnliche römische Stadt,
wovon noch Zeugen bestehen. Hauptstadt des merovingischen
königreichs Austrasien, geistliches Zentrum der Karolinger,
verwandelt sie sich im Mittelalter zur freien Reichsstadt.
Diese Stadtrepublik konnte mit ähnlichen in Flandern,
Italien und Deutschland rivalisieren. 1552 läßt sich
König Heinrich II in Metz nieder und 1648 wird die Stadt
offiziell unter dem Westfälischen Vertrag an Frankreich
geschloßen. Die Handelsstadt wird zu Militärstadt und
nach Vauban verteidigt Metz den Staat.
Das 18. Jh. hinterläßt einen
interessanten Städtebau. Von 1800 bis 1870 erlebt Metz
einen wirtschaftlichen Aufschwung (Eisen- und Kohleindustrie),
worauf zwei Anschlußperioden folgen : 1870-1918 und
1940-1944. Seit 1945 versucht Metz seine Vergangenheit
hervorzuheben. Sie ist eine Handels- und Verwaltungsstadt
und die Regierungshauptstadt Lothringens im Herzen Europas.
|