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2000

 

Peruhilfe Jünkerath - Glaadt

In dem Mädchenheim "San Pedro" leben 50 Mädchen im Alter von 4-18 Jahren in fünf Pavillons. Die meisten stammen aus quechua-sprechenden ländlichen Gebieten. Ziel des Projektes ist die Bildung und Erziehung von 60 elternlosen, verlassenen bzw. aus prekären sozioökonomischen Verhältnissen stammenden Mädchen im Alter von 4-18 Jahren, damit sie sich zu selbständigen und verantwortlichen Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln. Die Mädchen sollten in die Lage versetzt werden, Lebensperspektiven zu entwickeln und und später für ihren Lebensunterhalt selbständig sorgen zu können.

Sie erhalten in dem Heim zusätzlich Förderunterricht und Nachhilfe, um die schulischen Defizite allmählich aufzuholen. Zur Verbesserung der Zukunftsperspektiven der Mädchen sollen im Heim berufsvorbereitende Kurse durchgeführt werden, um ihnen in handwerklichen Berufen Grundkenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. Die Schülerinnen der Sekundarstufe belegen in staatlichen Berufsbildungsinstituten einen Kursus.Peru ist eines der ärmsten Länder Südamerikas. Vor allem viele Kinder in den Slums sind die Leidtragenden von Inflationen , hoher Arbeitslosigkeit, Landflucht und Naturkatastrophen. Die Zahl der Straßenkinder und der oft schon als Säuglinge ausgesetzten Kindern wächst. Wir möchten Ihnen ein Projekt vorstellen, das sich gezielt um Hilfe für diese Kinder kümmert In Cusco, der alten Inkastadt, 3500 m hoch in den Anden gelegen, leiten Ursulinen-Schwstern das Heim San Josè für Waisen, und Straßenkinder. Im Internatsteil dieser Einrichtung haben ca. 60 Kinder im Alter von 0-5 Jahren ein vorläufiges Zuhause gefunden - weggeworfene, mißhandelte oder vergewaltigte Kinder. Immer wieder schildern uns die Schwestern in Briefen erschütternde Kinderschicksale. San Josè ist ein Übergangsheim, d.h. die Kinder bleiben hier nur so lange, bis sie anderweitig untergebracht werden. So können z. B. immer wieder Kinder durch persönliche Kontakte in die USA oder nach Italien vermittelt werden, wo sie in Familien eine neue Heimat finden. Eine zweite Aufgabe der Schwestern ist die Sorge um die Straßenkinder in Cusco und darüber hinaus. Täglich kommen über 400 Kinder, um im Hof des Heimes mit Essen, notwendiger Kleidung oder Medikamenten versorgt zu werden. Die Schwestern sind ganz auf regelmäßige Spenden angewiesen, da sie von peruanischen Behörden keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten. Auch die Caritas hat kürzlich die Lieferung von Zucker, Reis, Mehl und Öl eingestellt. So ist der Unterhalt des Heimes, die Versorgung der Heim- und Straßenkinder oft ein verzweifelter Kampf ums Überleben. Unsere Peru-Hilfe ist eine private Initiative, entstanden 1995 nach einer Peru-Reise Von Helmut Schirmel, Jünkerath. In Cusco erlebte er hautnah die Not der Straßenkinder und beschloß, in der Eifel für Unterstützung des Heimes zu werben. Seitdem konnten über 20 000 DM durch Spenden und Veranstaltungen gesammelt und direkt an das Heim weitergeleitet werden. Es besteht ein enger Kontakt zur Leiterin, Schwester Emilia, die in Briefen jeweils den Erhalt des Geldes bestätigt und über den aufopfernden Einsatz der Schwestern berichtet. Es ist bewundernswert, wie diese aus geschundenen und halb verhungerten Geschöpfen gepflegte und gesunde Kinder machen.

Zielsetzung der Organisation:
das Mädchenheim "San Pedro" wird von Spanischen Ordensschwestern der Kongregation "Religiosas Mercedarias Misionares" geleitet. Die Kongregation, die auch in Ecuador, Kolumbien, Venezuela, den Vereinigten Staaten und Afrika (insb. Mosambik und Burundi) tätig ist, Spielt in Peru eine besondere Rolle. Sie ist dort für Schulen in staatlicher und privater Hand verantwortlich, leistet Sozialarbeit in den Armenvierteln der Stadtrandgebiete, setzt sich für Landfrauen ein und fördert Jugendgruppen an verschiedenen Ortn des Landes. Die Kongregation leitet in Cusco ein staatliches Gesundheitszentrum mit Zahnarztpraxis und seit 1974 eine öffentliche Schule.

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