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Sie erhalten in
dem Heim zusätzlich Förderunterricht und Nachhilfe, um die
schulischen Defizite allmählich aufzuholen. Zur Verbesserung
der Zukunftsperspektiven der Mädchen sollen im Heim berufsvorbereitende
Kurse durchgeführt werden, um ihnen in handwerklichen Berufen
Grundkenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. Die Schülerinnen
der Sekundarstufe belegen in staatlichen Berufsbildungsinstituten
einen Kursus. Peru
ist eines der ärmsten Länder Südamerikas. Vor allem viele
Kinder in den Slums sind die Leidtragenden von Inflationen
, hoher Arbeitslosigkeit, Landflucht und Naturkatastrophen.
Die Zahl der Straßenkinder und der oft schon als Säuglinge
ausgesetzten Kindern wächst. Wir möchten Ihnen ein Projekt
vorstellen, das sich gezielt um Hilfe für diese Kinder kümmert
In Cusco, der alten Inkastadt, 3500 m hoch in den Anden gelegen,
leiten Ursulinen-Schwstern das Heim San Josè für Waisen, und
Straßenkinder. Im Internatsteil dieser Einrichtung haben ca.
60 Kinder im Alter von 0-5 Jahren ein vorläufiges Zuhause
gefunden - weggeworfene, mißhandelte oder vergewaltigte Kinder.
Immer wieder schildern uns die Schwestern in Briefen erschütternde
Kinderschicksale. San Josè ist ein Übergangsheim, d.h. die
Kinder bleiben hier nur so lange, bis sie anderweitig untergebracht
werden. So können z. B. immer wieder Kinder durch persönliche
Kontakte in die USA oder nach Italien vermittelt werden, wo
sie in Familien eine neue Heimat finden. Eine zweite Aufgabe
der Schwestern ist die Sorge um die Straßenkinder in Cusco
und darüber hinaus. Täglich kommen über 400 Kinder, um im
Hof des Heimes mit Essen, notwendiger Kleidung oder Medikamenten
versorgt zu werden. Die Schwestern sind ganz auf regelmäßige
Spenden angewiesen, da sie von peruanischen Behörden keinerlei
finanzielle Unterstützung erhalten. Auch die Caritas hat kürzlich
die Lieferung von Zucker, Reis, Mehl und Öl eingestellt. So
ist der Unterhalt des Heimes, die Versorgung der Heim- und
Straßenkinder oft ein verzweifelter Kampf ums Überleben. Unsere
Peru-Hilfe ist eine private Initiative, entstanden 1995 nach
einer Peru-Reise Von Helmut Schirmel, Jünkerath. In Cusco
erlebte er hautnah die Not der Straßenkinder und beschloß,
in der Eifel für Unterstützung des Heimes zu werben. Seitdem
konnten über 20 000 DM durch Spenden und Veranstaltungen gesammelt
und direkt an das Heim weitergeleitet werden. Es besteht ein
enger Kontakt zur Leiterin, Schwester Emilia, die in Briefen
jeweils den Erhalt des Geldes bestätigt und über den aufopfernden
Einsatz der Schwestern berichtet. Es ist bewundernswert, wie
diese aus geschundenen und halb verhungerten Geschöpfen gepflegte
und gesunde Kinder machen.
Zielsetzung
der Organisation:
das Mädchenheim "San Pedro" wird von Spanischen
Ordensschwestern der Kongregation "Religiosas Mercedarias
Misionares" geleitet. Die Kongregation, die auch in Ecuador,
Kolumbien, Venezuela, den Vereinigten Staaten und Afrika (insb.
Mosambik und Burundi) tätig ist, Spielt in Peru eine besondere
Rolle. Sie ist dort für Schulen in staatlicher und privater
Hand verantwortlich, leistet Sozialarbeit in den Armenvierteln
der Stadtrandgebiete, setzt sich für Landfrauen ein und fördert
Jugendgruppen an verschiedenen Ortn des Landes. Die Kongregation
leitet in Cusco ein staatliches Gesundheitszentrum mit Zahnarztpraxis
und seit 1974 eine öffentliche Schule.
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