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Fair Play
für Waisenkinder in Ruanda
Aktion Lebensläufe
und Fair Play Tour D'Europe 2001
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Ruanda liegt im Osten Zentralafrikas. Mit einem jährlichen
Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 400 DM zählt Ruanda zu den
ärmsten Ländern der Welt.
1994 brach in Ruanda ein grausamer Bürgerkrieg aus. Der gewaltsame
Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen Hutu und Tutsi dominierte
für mehrere Monate das tägliche Leben und wirkt bis heute
nach. Die Präfektur Gitamara in Zentralruanda, eine der bevölkerungsreichsten
Gegenden des Landes, ist besonders schwer von den Auswirkungen des
Bürgerkrieges betroffen. Um die Situation der Menschen - insbesondere
der Kinder und Jugendlichen - in Gitamara langfristig zu verbessern,
fördert die Deutsche Welthungerhilfe seit Mitte der Neunziger
Jahre zwei Projekte in der Region:
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Zielgruppe des einen Projekts sind Waisen, die nach dem gewaltsamen
Tod ihrer Eltern oftmals auf sich alleine gestellt sind. Jugendliche
übernehmen die Rolle des Familienoberhaupts und somit die Verantwortung
für Ihre kleineren Geschwister. Die sogenannten "child-headed-households"
werden von der Gesellschaft vernachlässigt und nicht als Familie
anerkannt. Sie sind somit von nahezu allen staatluichen und nichtstaatlichen
Fördermaßnahmen ausgeschlossen.
Die Deutsche Welthungerhilfe unterstützt die Kinder und Jugendlichen
mit Bildungsmaßnahmen, Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten.
Damit die Kinder und Jugendlichen die während des Krieges erlebten
psychischen Verletzungen verarbeiten können, wird zusätzlich
eine intensive soziale und psychologische Betreuung angeboten.
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Das andere Projekt in derselben Region hat die Erweiterung landwirtschaftlicher
Nutzflächen zum Ziel. Die durch den Bürgerkrieg zerstörten
oder brachliegenden Felder, Weiden, Niederungen und Feuchtgebiete
werden durch die Instandsetzung eines zentralen Be- und Entwässerungssystems
wieder fruchtbar gemacht. Das Gebiet umfasst gut 200 ha in den Gemeinden
Nyamabuye, Mukingo und Mushabati. Zielgruppe des Projektes sind
die knapp 2500 Familien, die das Feuchtgebiet nutzen. Durch die
Stärkung des sozialen Zusammenhalts der Bevölkerung leistet
das Projekt neben der Verbesserung der Versorgungslage auch einen
Beitrag zur Versöhnung der beiden Bevölkerungsgruppen
und zur Vorbeugung zukünftiger Krisen.
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| Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der
Aktion Lebensläufe und der Fair-Play-Tour D'Europe unterstützen
durch ihren sportlichen Einsatz eine ganze Region in Ruanda. Tausende
Menschen erhalten so die Chance, ihr Leben wieder in die eigene Hand
zu nehmen. |
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